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Langjährig unentdeckter intranasaler Fremdkörper.

Die Entfernung von Nasenfremdkörpern stellt für den niedergelassenen HNO- Arzt ein alltägliches Ereignis dar. Besonders Kinder neigen dazu, sich in spielerischer Absicht kleinere Objekte in die Nase einzuführen. Wenn die Mitteilung an die Eltern - sei es mangels Kommunikationsfähigkeit bei Säuglingen, oder aus Angst vor Strafe bei grösseren Kindern - ausbleibt, führt erst das Auftreten der typischen einseitigen foetiden Rhinorrhoe zur HNO- ärztlichen Untersuchung und zur Beseitigung des Fremdkörpers.Im folgenden wird über eine Patientin berichtet, bei der ein Nasenfremdkörper trotz mehrer HNO- ärztlicher Untersuchungen über 12 Jahre unentdeckt blieb.

Der Nasenfremdkörper
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Ein 16- jähriges geistig und körperlich leicht zurückgebliebenes Mädchen erschien in Begleitung der Mutter in der Sprechstunde. Zur Anamnese berichtete die Mutter, ihre Tochter habe einen üblen Nasengeruch seit sie zurückdenken könne. Der teilweise unerträgliche Gestank führe bereits zu sozialen Problemen in der Schule und im täglichen Leben. Mehrere HNO- ärztliche Untersuchungen und die Entfernung von Rachen- und Gaumenmandeln hätten keinen Erfolg gebracht.

Bei der HNO- ärztlichen Untersuchung ergab die vordere und tiefe Nasenendoskopie übel riechendes schleimiges Sekret in der rechten Nasenhöhle und im Nasenrachen. Die Kieferhöhlenschleimhaut rechts war sonografisch deutlich verdickt. Nach Absaugen des Sekrets zeigten sich, abgesehen von etwas entzündlich verdickter Schleimhaut, keine Auffälligkeiten.

Nach optimaler Abschwellung und Lokalanästhesie konnten mit der Optik kleinere Polypen zwischen hinterem Septum und unterer Nasenmuschel lokalisiert und teilweise entfernt werden. Dahinter kam ein verkrusteter Fremdkörper zur Darstellung, der mit einem 90 Grad - Häckchen mühelos entfernt werden konnte.

Es handelte es sich dabei um einen Dichtungsring aus Hartgummi mit einem Durchmesser von ca. 2 cm (s. Abbildung).

Bereits nach zwei Tagen sistierten Rhinorroe und Foetor. Die Schwellungen der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut bildeten sich zurück. Die Patientin war beschwerdefrei.

Rückblickend glaubt sich die Mutter daran zu erinnern, dass ihre Tochter als 4-jährige möglicherweise auf ein Nasenproblem aufmerksam machen wollte. Bedingt durch den damals deutlichen geistigen Entwicklungsrückstand war die Mitteilungsfähigkeit des Mädchens jedoch so gering, dass die Angelegenheit in Vergessenheit geriet.